Vorgehensweise zur Auswahl des Anlageschemas

Zur Auswahl sind zunächst folgende Merkmale zu unterscheiden:  

  • Scheitholzofen oder Pelletofen?
  • Solaranlage ja / nein?
  • Vorhandene Trinkwasserspeicher weiterbenutzen?

 

Möglichkeiten der hydraulischen Einbindung in die Heizungsanlage

ORANIER unterscheidet 4 grundsätzliche Arten hydraulischer Verschaltung:

 


1. „Der Sparsame“
Anlagen ohne Gas / Ölkessel oder sonstige weitere Energiequellen

Bei diesem Anlagekonzept wird die gesamte benötigte Energie durch den
Kamin- / Pelletofen und eine optionale Solaranlage bereitgestellt. Für die Urlaubszeit sollte ein Elektro-Einschraubheizkörper zum Einsatz kommen.

 Sparsame


2. „Der Klassiker“
Reihenschaltung mit Gas / Ölkessel

Bei diesem bewährten Anlagekonzept speisen Ofen und optionale Solaranlage einen Energiespeicher. Ist dieser geladen, wird die Wärme dem konventionellen Kessel in Reihenschaltung zur Verfügung gestellt. Der konventionelle Kessel heizt im Bedarfsfall nach.

Vorteil
Einfache Erweiterung einer bestehenden Anlage ohne größere
hydraulische und elektronische Eingriffe.

Nachteil
Der konventionelle Kessel wird immer durchströmt.
Ist keine Nach­heizung erforderlich, entstehen Wämeverluste
(Keller + Schornstein).

Integrationsstation
Anstelle eines 3-Wege-Umschaltventils kann mit der Integrationsstation ein Mischventil eingesetzt werden, welches die zugemischte Wärmemenge genau dosiert.

Vorteil

  • Optimierte „witterungsgeführte“ Energieabgabe aus dem Speicher.
  • Spitzentemperaturbegrenzung – bei vielen Wandthermen nötig.
  • Einfache Installation im Baukastenprinzip.


Typische Anwendung des „Klassikers“

  • Nachrüstung oder Neuanlagen im 1-2 Familienhaus.
  • Heizmenge bis 5 Raummeter Scheitholz oder 2 Tonnen Pellets.


AquaControl III

Einfache Anlagen ohne Solar und ohne Integrations­station können mit der kostengünstigen AquaControl gesteuert werden.

Klassiker 


3. „Der Fortschrittliche“
Parallelschaltung mit Gas / Ölkessel

Bei diesem Anlagekonzept speisen Ofen, optionale Solaranlage und
Gas / Ölkessel einen Energiespeicher, von dem die Wärmeverteilung erfolgt.

Vorteil

  • Keine Wärmeverluste im konventionellen Kessel wie bei der Reihenschaltung („Der Klassiker“).
  • Einfache elektrische Einbindung des konventionellen Kessels ohne Eingriff in dessen Steuerung.
  • Optimale Energieverteilung durch zentrale Regelung.

Nachteil
  • Keine bedarfsgeführte Regelung des konventionellen Kessels bei reinem Gas / Ölbetrieb.
  • Der konventionelle Kessel speist immer einen Teil des
    Puffervolumens mit.

 

Typische Anwendung des „Fortschrittlichen“

  • Nachrüstung im 1-2 Familienhaus, wenn überwiegend mit Holz / Pellet geheizt werden soll.
    Der Gas / Ölkessel bleibt „für alle Fälle“ und zur Spitzenlastabdeckung bestehen.
  • Heizmenge über 8 Raummeter Scheitholz oder 3,3 Tonnen Pellets.
Fortschrittliche 

4. „Der Energiezentrale“
Parallelschaltung mit Gas / Ölkessel

Bei diesem Anlagekonzept speisen Ofen und optionale Solaranlage einen zentralen Energiespeicher, von dem die Wärmeverteilung erfolgt. Reicht die Wärmemenge nicht aus, wird zentral ein konventioneller Wärmeerzeuger wie
Öl / Gaskessel oder Wärmepumpe angefordert. Ein Bypass-Ventil sorgt dabei dafür, dass die konventionell erzeugte Energie direkt dem Gebäude ohne Umweg über Puffer zur Verfügung steht.

Vorteil

  • Optimale Energienutzung durch zentrale Regelung.
  • Keine unnötige Erwärmung des Energiespeichers durch den konventionellen Wärmeerzeuger.
  • Für Wandthermen auch Anschluss ohne Bypass möglich.


Nachteil

  • Externe Ansteuerung der Kesselregelung. Schnittstellen müssen ggf. mit dem Kesselhersteller abgeklärt werden.
  • In der Regel ist ein „Einfahren“ der Anlage erforderlich, um unnötiges Takten des konventionellen Wärmeerzeugers zu vermeiden.

 

Typische Anwendung der „Energiezentrale“

  • „Vielheizer“ und „Energieoptimierer“, zur Nachrüstung und bei Neuanlagen.
  • Einbindung in Anlagen mit Wärmepumpen.
  • Heizmenge über 5 Raummeter Scheitholz oder 3,3 Tonnen Pellets.



Energiezentrale